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Elternzeit im Lebenslauf angeben

Die Entscheidung, eine Pause vom Beruf zu nehmen und sich der Familie zu widmen, ist ein bedeutender Lebensabschnitt. Doch wie positionieren Sie die Elternzeit am besten im Lebenslauf beim Wiedereinstieg nach dieser beruflichen Unterbrechung? In diesem Artikel geben wir Ihnen wertvolle Tipps, beleuchten gängige Vorurteile und zeigen, wie die Elternzeit als Bereicherung im Bewerbungsprozess wahrgenommen werden kann.

Marcel Zwonarz - Bewerbungsexperte

Über den Autor

Seit mehr als 10 Jahren bin ich Teil des Teams von „Die Bewerbungsschreiber“. In dieser Zeit durfte ich einige tausend Menschen aller Karrierelevel auf ihrem Weg zum Traumjob unterstützen. Als Teamleiter stelle ich zudem sicher, dass aktuelle Trends und Entwicklungen rund um das Thema Bewerbung für Sie umgesetzt und unsere hohen Qualitätsstandards eingehalten werden. Gerne unterstütze ich auch Sie bei Ihrem Bewerbungsvorhaben!

Marcel Zwonarz - Bewerbungsexperte

Definition - Was ist Elternzeit?

Die Elternzeit ist ein rechtlich verankerter Zeitraum, in dem Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer von ihrer beruflichen Tätigkeit pausieren können, um sich der Erziehung ihres Kindes zu widmen. Die gesetzliche Grundlage für die Elternzeit in Deutschland bildet das Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetz (BEEG). Demnach besteht für Eltern der Anspruch auf Elternzeit, wenn das deutsche Arbeitsrecht die Grundlage für den Arbeitsvertrag darstellt.


Mütter und Väter haben nach der Geburt ihres Kindes das Recht, Elternzeit zu beanspruchen, wobei beide Elternteile – einzeln oder gemeinsam – dieses Recht in Anspruch nehmen können. Der Anspruch auf Elternzeit besteht bis zum dritten Lebensjahr des Kindes. Insgesamt können bis zu 36 Monate Elternzeit pro Kind genommen werden, wobei ein Teil (bis zu 24 Monate) auch zwischen dem dritten und achten Lebensjahr des Kindes beansprucht werden kann. Es ist möglich, die Elternzeit auf mehrere Abschnitte zu verteilen, allerdings bedarf dies der Zustimmung des Arbeitgebers.


In der Zeit, in der sich die Eltern des Kindes in Elternzeit befinden, erhalten sie Elterngeld in Höhe von 67 % des Einkommens aus den Erwerbstätigkeiten vor der Geburt des Kindes. Dabei wird bis zu einem Höchstbetrag von 1800 € monatlich für volle Lebensmonate gezahlt, in denen die Person mit Anspruch auf Elterngeld kein Einkommen aus Erwerbstätigkeiten hat.

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Tipps zur Darstellung der Elternzeit im Lebenslauf

Die Elternzeit korrekt und vorteilhaft im Lebenslauf zu präsentieren, kann einen positiven Eindruck hinterlassen. Durch die richtige Darstellung und Positionierung der Elternzeit können Sie mögliche Vorbehalte von Arbeitgebern ausräumen und zeigen, dass Sie diese Phase als wertvollen Teil Ihrer Lebens- und Berufserfahrung betrachten.


Hier sind einige Tipps, wie Sie die Elternzeit effektiv darstellen können:

  • Klare Struktur: Führen Sie die Elternzeit im antichronologischen Verlauf Ihres Werdegangs auf, damit es keine Lücken gibt. Dies zeigt, dass Sie nichts zu verbergen haben und stolz auf diese Phase Ihres Lebens sind.

  • Kurz und prägnant: Eine einfache Erwähnung wie „Elternzeit“ mit den entsprechenden Daten reicht aus.

  • Einordnung: Integrieren Sie die Elternzeit im Abschnitt „Berufserfahrung“ oder als eigene Kategorie „Familienphase“, je nachdem, wie Sie Ihren Lebenslauf strukturieren.

  • Positives Selbstbewusstsein: Zeigen Sie Selbstvertrauen in Ihrer Entscheidung, die Elternzeit genommen zu haben. Die Art und Weise, wie Sie diese Zeitperiode präsentieren, kann den Arbeitgeber beeinflussen, sie in einem positiven Licht zu sehen.

  • Fähigkeiten hervorheben: Wenn Sie während der Elternzeit Kurse besucht, an Weiterbildungen oder Fortbildungen teilgenommen, freiberuflich gearbeitet oder sich ehrenamtlich engagiert haben, führen Sie dies ebenfalls auf, um zu zeigen, dass Sie weiterhin engagiert und im Thema blieben und sich eventuell sogar zusätzliche Fähigkeiten angeeignet haben.

  • Konsistente Formatierung: Achten Sie darauf, dass die Formatierung der Elternzeit-Daten derjenigen des restlichen Lebenslaufs entspricht, um Einheitlichkeit und Professionalität zu gewährleisten.

Um Ihnen eine Hilfestellung bei der Erstellung Ihres Lebenslaufs zu geben, haben unsere Bewerbungsexpert*innen Ihnen ein professionelles Muster im Microsoft Word Format (.docx) erstellt. Diese Vorlage enthält wertvolle Tipps, wie Sie mit Ihrem Lebenslauf überzeugen können und ist jederzeit für Ihre individuelle Bewerbung anpassbar. Zusätzlich ist die Bewerbungsvorlage für Ihren Lebenslauf so formatiert, dass sie von sogenannten CV-Parsern maschinell ausgelesen werden kann.

Beispiele für die Darstellung der Elternzeit im Lebenslauf

Bei der Darstellung der Elternzeit im Lebenslauf kommt bei vielen Bewerber*innen Unsicherheit auf: Wo soll ich die Elternzeit im Lebenslauf angeben? Grundsätzlich gibt es keine fest vorgeschriebene Rubrik, in der Sie Ihre Elternzeit angeben. In den meisten Fällen ist es jedoch sinnvoll, die Elternzeit in die tabellarische Auflistung Ihrer Berufserfahrung aufzunehmen. Dadurch sorgen Sie für Übersichtlichkeit und helfen Personalverantwortlichen dabei, sich schnell einen Überblick über Ihren Werdegang zu verschaffen.


Wenn Sie die Elternzeit in Ihrem Lebenslauf angeben, sollten Sie folgende Informationen mitaufnehmen: 

  • Wann und wie lange dauerte die Elternzeit?

  • Befanden Sie sich in einem Anstellungsverhältnis?

  • Haben Sie sich während der Elternzeit beruflich weitergebildet?

  • Haben Sie Ihr bestehendes Beschäftigungsverhältnis während der Elternzeit in Teilzeit fortgeführt?

Mit bestehendem Beschäftigungsverhältnis

Befanden Sie sich während Ihrer Elternzeit in einem Arbeitsverhältnis, listen Sie die Elternzeit unterhalb der Tätigkeitsbeschreibungen der jeweiligen Position auf. Sollten Sie währenddessen weiterhin in Teilzeit dort gearbeitet haben, sollten Sie dies an dieser Stelle ebenfalls erwähnen.

Elternzeit im Lebenslauf mit Anstellungsverhältnis

Ohne bestehendes Beschäftigungsverhältnis

Befanden Sie sich zum Zeitpunkt der Elternzeit nicht in einem Beschäftigungsverhältnis, listen Sie Ihre Elternzeit als einen eigenen Punkt auf. Dadurch sorgen Sie dennoch für eine lückenlose Auflistung Ihres Werdegangs und lassen keinen Interpretationsspielraum. Sie haben die Möglichkeit, Ihre Elternzeit als eigenen Punkt im Rahmen Ihrer beruflichen Laufbahn aufzulisten oder eine eigene Kategorie, beispielsweise bezeichnet als „Familienphase“ anzulegen.


Sie listen Ihre Elternzeit genauso auf wie eine berufliche Position. Links geben Sie den Zeitraum und rechts die Bezeichnung „Elternzeit“ an. Haben Sie währenddessen Weiterbildungen oder Seminare absolviert, um wertvolle Kenntnisse zu erlangen oder zu festigen, erwähnen Sie dies ebenfalls. Dazu können Sie ebenso wie bei einer beruflichen Station Ihre absolvierten Kurse und erlangten Kompetenzen wie kurze Tätigkeitsbeschreibungen der Elternzeit angeben. 

Elternzeit im Lebenslauf ohne Anstellungsverhältnis

Vorteile der Angabe der Elternzeit im Lebenslauf

Die korrekte Angabe der Elternzeit im Lebenslauf ist aus verschiedenen Gründen wichtig. Erstens dient sie der Transparenz. Personalverantwortliche schätzen es, wenn Bewerber*innen bei der Jobsuche offene und klare Angaben zu ihrer Berufslaufbahn machen. Lücken im Lebenslauf können Fragen aufwerfen und den Bewerbungsprozess verlangsamen. Durch die Angabe der Elternzeit signalisieren Sie Ehrlichkeit und Verantwortungsbewusstsein.


Darüber hinaus kann die Elternzeit positiv interpretiert werden, da sie oft mit der Entwicklung von Soft Skills, wie Organisationstalent, Stressresistenz, Belastbarkeit oder auch Teamfähigkeit einhergeht – Qualitäten, die in vielen Berufen gefragt sind. Ausserdem hilft die Angabe der Elternzeit dabei, mögliche Vorurteile oder Annahmen im Vorfeld zu klären. Wenn der Lebenslauf beispielsweise eine Lücke über mehrere Jahre ohne Erklärung aufweist, könnte dies zu Spekulationen führen, die Ihrem professionellen Profil nicht gerecht werden.

Unterschiedliche Sichtweisen von Arbeitgebern

Die Elternzeit im Lebenslauf wird von Arbeitgebern unterschiedlich interpretiert, je nach Unternehmenskultur, Branche und persönlichen Erfahrungen. Es ist wichtig zu betonen, dass die Ansichten variieren und viele moderne Unternehmen die Vorteile und Fähigkeiten erkennen, die Eltern in die Belegschaft einbringen können. 


Grundsätzlich kann es jedoch nicht schaden, sich mit den unterschiedlichen potenziellen Sichtweisen auseinanderzusetzen, um sich auf mögliche kritische Rückfragen im Bewerbungsgespräch vorzubereiten. Sie können Pluspunkte sammeln, wenn Sie bereits im Bewerbungsgesprächs versichern, dass eine Betreuung des Kindes bzw. der Kinder während der Arbeitszeit gewährleistet ist, um mögliche Zweifel der Personalverantwortlichen zu entkräften.


Hier sind einige gängige Perspektiven:

  • Positiv und wertschätzend: Einige Arbeitgeber sehen die Elternzeit als Zeichen von Verantwortung und Reife. Sie erkennen die Fähigkeiten an, die während dieser Zeit entwickelt werden können, wie Organisation, Multitasking und Geduld. Die Tatsache, dass jemand in der Lage ist, Karriere und Familie zu priorisieren, kann als Zeichen von Gleichgewicht und emotionaler Intelligenz gewertet werden.

  • Neutral: Viele Arbeitgeber betrachten die Elternzeit als persönliche Entscheidung und werten sie weder positiv noch negativ. Für sie ist es einfach ein weiterer Aspekt im Lebenslauf, ähnlich wie jede andere berufliche Auszeit oder Sabbatical.

  • Besorgt wegen möglicher Abwesenheiten: Einige Arbeitgeber könnten Bedenken haben, ob ein Elternteil, der gerade aus der Elternzeit zurückkehrt, regelmässig abwesend sein könnte, z.B. aufgrund von kinderbezogenen Verpflichtungen. Sie könnten auch Fragen zur Rückkehr in den Arbeitsmarkt und zur Aktualität der beruflichen Fähigkeiten haben.

  • Traditionell und konservativ: In manchen Branchen oder Unternehmen mit einer traditionelleren Unternehmenskultur kann es leider immer noch Vorurteile gegenüber Eltern, insbesondere Müttern, geben. Die Befürchtung könnte sein, dass sich solche Bewerber*innen nicht vollkommen ihrem Job widmen können.

Häufige Fragen zur Elternzeit im Lebenslauf

Muss ich die Elternzeit im Lebenslauf angeben oder kann ich sie weglassen?

Sie sind nicht verpflichtet, in Ihrer Bewerbung Angaben zu Ihrer familiären Situation zu machen. Ob Sie die Elternzeit in Ihrem Lebenslauf angeben, können Sie demnach frei entscheiden. Jedoch sollten Sie sich im Klaren darüber sein, dass dadurch eine Lücke in Ihrem Lebenslauf entsteht, für die es aus Sicht der Personaler*innen keine Erklärung gibt.


Das Verschweigen der Elternzeit könnte also Nachteile im Bewerbungsprozess und kritische Rückfragen im Vorstellungsgespräch mit sich bringen. Letztlich hängt die Entscheidung, die Elternzeit im Lebenslauf zu erwähnen oder wegzulassen, von Ihrer persönlichen Situation, der spezifischen Bewerbung und Ihren Einschätzungen hinsichtlich des potenziellen Arbeitgebers ab.

Kann die Elternzeit als Qualifikation angesehen werden?

Auch wenn die Elternzeit und die damit verbundene Kindererziehung nicht direkt als klassische Qualifikation zählt, kann sie dennoch zur Entwicklung verschiedener Kompetenzen und Fähigkeiten beitragen, die Sie im Berufsumfeld in die Praxis umsetzen können. Dazu zählen beispielsweise Zeitmanagement, Organisationstalent, Kommunikationsfähigkeit, Empathie und Geduld und Stressresistenz.

Wie sollte ich die Elternzeit in meinem Anschreiben erwähnen?

Grundsätzlich sollte das Bewerbungsschreiben dazu dienen, Ihre Eignung für die Position zu verdeutlichen. Bevor Sie also Ihre Elternzeit im Anschreiben erwähnen, sollten Sie überlegen, ob es wirklich notwendig ist. Wenn Sie glauben, dass es zur Erklärung einer Lücke in Ihrem Lebenslauf oder zur Hervorhebung bestimmter Fähigkeiten relevant ist, sollten Sie es aufnehmen. Erwähnen Sie Ihre Elternzeit jedoch nur kurz und prägnant. Dabei sollten Sie betonen, was Sie währenddessen gelernt haben und wie diese Erfahrungen für die angestrebte Position relevant sein können.


Betrachten Sie Ihre Elternzeit nicht als eine Schwäche oder etwas, wofür Sie sich entschuldigen müssen. Es ist eine persönliche Entscheidung, die viele positive Aspekte und Lernmöglichkeiten mit sich bringt. Verwenden Sie daher auch positive Formulierungen bei der Darstellung Ihrer Elternzeit.

Wie formuliere ich die Angabe der Elternzeit im Lebenslauf?

Bei der Angabe der Elternzeit im Lebenslauf sollten Sie auf Formulierungen wie „Elternzeit“ oder „Familienphase“ zurückgreifen, statt Begriffe wie „Mutterschaftsurlaub“ oder „Elternpause“ zu verwenden. Damit sorgen Sie dafür, dass Ihre Elternzeit nicht wie ein Urlaub wahrgenommen wird. Ganz im Gegenteil – Sie haben womöglich einige Herausforderungen gemeistert und zu Ihren Aufgaben zählten Kinderbetreuung, Erziehung und viele weitere Dinge. Dadurch, dass Sie auf Formulierungen wie „Pause“ oder „Urlaub“ verzichten, steht die berufliche Auszeit weniger im Vordergrund.


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